Das handschriftliche oder eigenhändige Testament (Art. 505 ZGB)

Das eigenhändige Testament ist von Anfang bis zum Ende, inklusive des Datums (Tag, Monat, Jahr) von Hand zu schreiben und auch von Hand zu unterzeichnen.

Das Testament sollte Ihre vollständigen Personalien enthalten und gut lesbar sein. Damit die von Ihnen eingesetzten Erben auch tatsächlich gefunden werden können, müssen Sie möglichst genaue Angaben im Testament einfügen.

Nur das Original ist Ihr gültiges Testament. Eine Kopie ist wertlos.

Das öffentlich beurkundete Testament (Art. 499 ff. ZGB)

Das öffentlich beurkundete Testament wird unter Mitwirkung von zwei Zeugen vor einer Urkundsperson (Notar) errichtet.

Nach Beratung bereitet der Notar die Urkunde nach Ihren Wünschen und Vorstellungen vor und prüft dabei aber auch die Vereinbarkeit Ihrer Vorstellungen mit den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen. Mit dieser Testamentsform können deshalb nicht mur formale, sondern auch inhaltliche Fehler vermieden werden. Zudem bestätigt der Notar mit seiner Unterschrift Ihre Identität und Ihre Handlungsfähigkeit. Dies alles führt dazu, dass öffentlich beurkundete Testamente kaum je gerichtlich angefochten werden.

Das mündliche Testament oder Nottestament (Art. 506 ff. ZGB)

Das Nottestament ist sehr selten. In ausserordentlichen Umständen, wie naher Todesgefahr (z.B. nach einem Bergunfall, wenn eine Person nicht mehr in der Lage ist, selbst ein Testament zu schreiben und der Tod kurz bevorsteht), Epidemien, Kriegsereignissen kann eine Person ihren letzten Willen vor zwei Zeugen erklären. Die Details sind im Gesetz genau geregelt.